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Der Wurm "Sobig.F", der sich seit gestern explosionsartig
vermehrt, behindert derzeit weltweit den E-Mail-Verkehr -
angeblich wurde er schon in 135 Ländern gesichtet.
Zwar kam es auch dank einer fehlenden bösartigen Schadensroutine
fast nirgendwo zu echt katastrophalen Ausfällen, aber Mailserver
und Virenscanner arbeiten teilweise am Rande der Überlastung.
Die Variante "F" verbreitet sich wie gehabt mittels eines
eigenen SMTP-Clients via E-Mail. Die E-Mail-Adressen sucht sich
der Wurm auf betroffenen Rechnern in Dateien mit den Endungen .DBX,
.HLP, .MHT, .WAB, und .HTML. Ist ein Rechner infiziert, verbreitet
sich der Wurm an alle vorgefundenen E-Mail-Adressen.
Die Absenderadresse wird ebenfalls aus den gefundenen eMailadressen
entnommen und somit wird eine Verfolgung des tatsächlichen
Absenders erschwert. Dh. die Absenderadresse ist in der Regel
gefälscht!
Der Wurm hat ein "Ablaufdatum" = 10.Sept.2003
Der Wurm wird am 10. September 2003 deaktiviert. Der letzte
Tag, an dem sich der Wurm verbreitet, ist also der 9. September
2003.
Mögliche Betreffs (nicht vollständig):
Re: Details
Re: Approved
Re: Re: My details
Re: Thank you!
Re: That movie
Re: Wicked screensaver
Re: Your application
Thank you!
Your details
Möglicher Text im Mail (nicht vollständig):
See the attached file for details
Please see the attached file for details.
Der Wurm wird durch Öffnen des Attachments gestartet.
V-Check Info: Der Header-Eintrag: "X-MailScanner:
Found to be clean" stammt nicht von V-Check, er ist
gefälscht!
23.08.2003:
In der Vergangenheit hatten Sobig-Viren div. Programme heruntergeladen
die Passwörter ausspionierten, Systeminformationen verschickten
oder die betreffenden Rechner für das anonyme Verschicken von
Spam-Mails vorbereitet. In der aktuellen Variante könnte das
Spam-Feature weiter verfeinert worden sein.
23.08.2003 (2):
Sobig benützt zur Verbreitung Mailadressen, die er auf der
Festplatte (zB: in temporären oder gespeicherten Datein besuchter
Webseiten) eines befallenen Rechners findet, und fälscht dann
die Absenderadresse. Antworten - an den vermeintlichen Absender
haben also keinen Sinn.
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